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Alle Fakten auf einen Blick

Guten Tag und herzlich Willkommen!

Schön, dass Sie diese Seite besuchen. Die Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” sucht Sie! Es würde mich freuen, wenn Sie eine Teilnahme in Erwägung ziehen. Informieren Sie sich auf diesen Seiten über alle Details zur Untersuchung.

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Abstract

zur Dissertation

Im Unterricht und in Berufen, die das beratende Gespräch pflegen, ist die empirische Unter­suchung realer, im Setting verwendeter Sprache schon lange Bestandteil reflexiven Repertoires. Sie wird in der Pädagogik in die systematische Weiterentwicklung von Fach­di­daktik und Methodik einbezogen. Die Musik- und Instrumentalmusikpädagogik wartete – aus Gründen, die für diese Untersuchung nicht relevant sind – bis­her noch darauf, dies­be­züglich aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Mit der vorliegend projektierten Studie wird diese Lücke geschlossen.

Gegenstand der Untersuchung „Sprachspiel Gesangsunterricht” sind Gesangsstunden, die per Video aufgezeichnet und mittels Halbinterpretativer Arbeitstranskriptionen (Ehlich und Rehbein 1976) verschriftlicht werden. Die Transkriptionen bilden den Ausgangspunkt für eine Theoriebildung mittels der Methodologie der Grounded Theory (Strauss und Corbin 1999). Die Ergebnisse aus dem empirischen Teil werden mit Ludwig Wittgensteins Sprach­spiel Analogie und unter Berücksichtigung seiner Arbeiten aus der analytischen Philo­so­phie in die pädagogische Reflexion übergeführt.

Ziel der Forschung ist, einen empirisch und sprachwissenschaftlich fundierten Beitrag zum Diskurs gesangswissenschaftlicher Begrifflichkeiten („Register”, „Stütze”, etc.) zu leisten. Wesentlich dabei scheint die Herangehensweise über die direkte Beobachtung von Un­ter­richt zu sein. Es wird vermutet, relevante Antworten über Bedeutungsaushandlungen eher im Setting Lehrer/in-Schüler/in zu finden, als im naturwissenschaftlichen Dialog zwischen Me­di­ziner/innen und Stimmphysiolog/innen.

FAQ

Fragen zur Untersuchung

Was wird untersucht?
Wie lautet die Forschungsfrage?
Wie viele Unterrichtseinheiten werden untersucht?
In welchem zeitlichen Rahmen läuft die Untersuchung?
Fallen Sie in die Zielgruppe der Untersuchung?
Wer untersucht?

Was wird untersucht?

Mit der Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” werden im weitesten Sinn Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Durch das Forschungsdesign wird eine co-konstruktive und prozess­orientierte Sichtweise von Unterricht un­ter­stellt. Konkret bedeutet das: die Studie be­schränkt sich in ihrer Be­ob­acht­ung auf das, was tatsächlich zwischen Lehrenden und Lernen­den ent­steht. Es wird nicht nach Methoden und Konzepten unter der Ober­fläche oder in den Köpfen der handelnden Personen gesucht. Es wird nicht nach Spe­ku­la­tio­nen, warum etwas so ist oder nicht ist, gesucht. Es wird nicht nach Erklärungen, warum et­was funktioniert oder nicht funk­tioniert, gesucht. Es wird ge­wis­sen­haft auf das „In­zwi­sch­en” von Lehrenden und Lernen­den ge­hal­ten.

Wie lautet die Forschungsfrage?

Die Fragestellung der Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” lehnt sich an die all­ge­mein­en Fragestellungen der Un­terrichts­kommunikation an:

  • Wie veranstalten Schüler und Lehrer gemeinsam Gesangsunterricht?
  • Welcher sprachlichen und nicht-sprachlichen Mittel bedienen sie sich dabei?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für sie?
  • Welche Phänomene treten im sprachlichen Anschluss auf?
  • Welche Regelmäßigkeiten lassen sich erkennen?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie unterstützt die Sprache der Lehrenden die Lernenden bei der Erarbeitung ihrer klassischen Gesangstechnik?

Wie viele Unterrichtseinheiten werden untersucht?

Das Vorgehen nach der Grounded Theory empfiehlt, möglichst vielfältige Unterrichtssituationen, an unterschiedlichsten Institutionen, wie auch im privaten Gesangsstudio zu beobachten. Eine geographische Einschränkung ergibt sich mit der in der Studie zu beobachtenden deutschen Unterrichtssprache.

Die endgültige Zahl in der Untersuchung zur Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” konkret analysierter Videoaufzeichnungen ergibt sich nach dem Vorgehen des theoretischen Samplings im Laufe des Analyseprozesses selbst. Das Ziel dieser Vorgehensweise besteht darin, möglichst unterschiedliche Fälle auszuwählen. Somit werden für jede untersuchte Gesangsstunde Datenanalyse und Auswahl der nächsten zu untersuchenden Stunde in engem Zusammenhang stehen. Finden sich in den untersuchten Fällen keine unbekannten Phänomene mehr, hat die Forschung die theoretische Sättigung erreicht. An diesem Punkt ist das Sampling abgeschlossen, keine neuen Fälle werden mehr untersucht.

In welchem zeitlichen Rahmen läuft die Untersuchung?

Achtung: Verlängerung des Redaktionsschlusses bis 30. November 2010!

Der Zeitraum der empirischen Untersuchung zur Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” erstreckt sich über ein Jahr, von Q2/2010 bis Q2/2011.

 

Q2/2010

Datensammlung

Untersuchung

Eventuelle gemeinsame Gespräche

Redaktionsschluss

Q3/2010

Datensammlung 30.11.2010

Q4/2010

 
 

Q1/2011

 
 

Q2/2011

 

Tabelle 1: Untersuchungszeitraum empirischer Teil

Sollten Sie sich eine Teilnahme an der Studie überlegen, bitte ich Sie den Redaktionsschluss für die Datensammlung mit 30. November 2010 vorzumerken. Ich freue mich zwar darüber, wenn Sie sich nach dieser Zeit melden, kann jedoch nicht versprechen, dann noch darauf reagieren zu können.

Was bedeutet Redaktionsschluss?

Bis zum Redaktionsschluss haben Sie Zeit, sich über Ihre Mitwirkung bei der Studie zu entscheiden. Das bedeutet nicht, dass damit auch schon das Abfilmen von Unterrichtseinheiten einhergehen muss! Diese können noch bis in Q2/11 erfolgen. Und selbstverständlich sehe ich das Erstellen von Video-Aufzeichnungen als meine Aufgabe an.

Der Redaktionsschluss dient mir als Ordnungs- und Planungskriterium der teilnehmenden Gesangspädagog/inn/en.

Die Untersuchung

Im Zeitraum Mai bis November 2010 werden möglichst vielfältige Daten gesammelt und in einem ersten Durchgang gesichtet. Innerhalb dieses Zeitraums können teilnehmende Gesangspädagog/innen mit dem schriftlichen Feedback zu ihren beobachteten Unterrichtseinheiten rechnen.

Gleichzeitig hat die Untersuchungsphase bereits begonnen. Sie erstreckt sich über den Zeitraum April 2010 bis Juli 2011. In dieser Zeit kann es sein, dass ich an teilnehmende Gesangspädagog/innen und Schüler mit dem Wunsch zu einem Gespräch herantrete.

Dem Verfassen der Studie ist der Zeitraum von August bis Dezember 2011 eingeräumt. Die Publikation der Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” wird im ersten Quartal 2012 erfolgen.

Da es sich um einen Plan handelt — es gilt die paradoxe Gleichung „erstens kommt’s immer anders und zweitens als man denkt” — kann es naturgemäß zu Abweichungen kommen.

Fallen Sie in die Zielgruppe der Untersuchung?

Für die Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” werden real stattfindende Unterrichtseinheiten mit folgenden Charakterisierungen der handelnden Personen gesucht.

I. Gesangspädagog/in

  • Praktizierende Gesangspädagog/innen mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung
  • Unterricht in und außerhalb von Institutionen (auch Privatunterricht, Workshops, etc. sind relevant und willkommen)
  • Bereitschaft, eine vollständige Unterrichtseinheit aufzeichnen zu lassen/selbst aufzuzeichnen
  • Bereitschaft, diese Unterrichtseinheit im Anschluss selbst schriftlich zu reflektieren. Die schriftlichen Aufzeichnungen verbleiben bei den Gesangspädagog/innen. Sie dienen als Erinnerungshilfe für ein eventuelles gemeinsames Gespräch
  • Bereitschaft, innerhalb des Untersuchungszeitraums mit mir ein Gespräch über diese Unterrichtseinheit (in personam, am Telefon, skype, etc.) zu führen

II. Schüler/in

  • männlich/weiblich jenseits des Stimmbruchs (Adoleszente)
  • Anfänger (sprichwörtlich 1. Stunde) bis Profi
  • lernt klassischen Gesang (Lied, Oper, Oratorium)

Wer untersucht?

Mag. art. Michael Gerzabek, 1968, ausgebildeter AHS-Lehrer für Musik- und Instrumentalmusikerziehung.

Finanzierte sein Musikstudium über Chor- und Ensemblesingen (Arnold Schönberg Chor, Ars Nova, Close Harmony, Golden Stars Vienna, Kammerchor der Musikhochschule Wien, Kärntner Männerquartett, ORF Chor, Voces Wien) unter diversen Dirigenten und Regisseuren (Ruth Berghaus, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Sybill Kneiss-Urbancic, Lorin Maazel, Colin Mason, Ricardo Muti, Hermann Nitsch, Erwin Ortner, u.a.). Agierte in Bühnenwerken von Klassik bis zur Moderne (Blondel, Commedian Harmonists Historie, Fierrabras, Jeanne D'Arc, Kaukasischer Kreidekreis, L'incoronazione di Poppea, Der Verschwender, u.a.) quer durch alle Genres. Konzerttourneen führten ihn nach Deutschland, Schweiz, Italien, Slowenien, Frankreich, Spanien, Portugal, Polen und Japan.

Mit Gründung seiner zweiten Familie besann er sich des Brotberufs IT, lernte in Folge die Open Source Software Szene kennen und war als SAP-Experte für Internet- und Mobile-Projekte als Entwickler und Teamführer in Projekten in Österreich (Wienenergie-Gasnetz, u.v.a.) und der Schweiz (Swissrisk AG, u.a.) tätig.

In einem Sabbatical erweiterte er seine Kommunikationskompetenz und begann eine Ausbildung zum diplomierten Coach. Auf diesem Weg lernte er in Amerika Steve de Shazer, Insoo Kim Berg und Peter de Jong so­wie deren Arbeiten im Bereich der lösungsorientierten Kurz­zeit­thera­pie kennen. Absolvierte ein selbst­ver­ord­ne­tes Praktikum mit Studierenden und Lehrenden der Universität Kla­gen­furt in denen er in pro bono Gesprächssitzungen an der Verfeinerung seiner sprachlichen Fertigkeiten arbeitete.

2004 gründete er sein eigenes Beratungsunternehmen Michael Gerzabek

Heute unterstützt er als Unternehmensberater Menschen und Unternehmen,

  • die Pforten der Wahrnehmung zu erweitern
  • die jedem Menschen eigene Kreativität zu erwecken
  • die eigene Lebensspur zu finden und anzunehmen
  • Selbstverständnis für den individuellen Weg zu entwickeln
  • den Wert des eigenen intellektuellen Kapitals zu erkennen
  • ein sinn- und würdevolles Leben zu leben
  • sich optimal am Markt zu positionieren
  • mit Persönlichkeit zu überzeugen.

Er verhilft ihnen musikalisch gesprochen zu einem Durchklingen der Persönlichkeit (Resonanz) und einer stimmigen Orchestrierung im ökonomischen Umfeld (Harmonie).

Im Kontext von Unternehmen zeigt er Managern und Top-Executives Wege, das wertvolle Human-Kapital wertschätzend zu nutzen und die Integration in den Unternehmenskontext kreativ und für alle Seiten vorteilhaft zu betreiben.

Was ist für Sie dabei drinnen?

Profitieren Sie von der Untersuchung

Ohne Lehrer/innen und Schüler/innen, die dazu bereit sind, ihren Unterricht beobachten zu lassen, gibt es diese Studie nicht. Ihre Teilnahme ist für mich keine Selbstverständlichkeit. Mir ist es ein persönliches Anliegen, etwas zurückzugeben. Im Gegenzug zu Ihrer Teilnahme an der Studie biete ich daher jede/r Teilnehmer/in die folgenden Gegenleistungen an. In der Einverständniserklärung können Sie punktgenau an- und abwählen, welche davon Sie annehmen wollen.

  1. Schriftliches Feedback zum eingereichten Material. Im beruflichen Alltag ist es oft schwer, Rückmeldung zur eigenen Arbeit zu bekommen. Auch hat Routine immer die Eigenschaft, die Kraft und Reinheit des gelungenen Augenblicks zu verwaschen und die Welt in einem tendenziell diffusem Licht erscheinen zu lassen. Als Teilnehmer/in an der Studie erhalten Sie die Möglichkeit, von einem Kommunikationsprofi Feedback zu erhalten. Sie erfahren, was ich aus dem beobachteten Material herauslese und welche kommunikativen Besonderheiten Ihren eigenen Unterricht kennzeichnen.
  2. Kenntlichmachung des Ursprungs besonderer sprachlicher Äußerungen. Unsere Sprache ist unsere Wohnung. In ihr leben wir, und benutzen sie genauso, wie wir unsere physische Wohnung benutzen. Der Kommunikationsforscher hat den Vorteil, dass er für ein und dasselbe Phänomen über die Zeit viele verschiedene, fein nuancierte sprachliche Wendungen – viele Wohnungen – kennenlernt. Die sind natürlich nicht seine eigenen, sondern immer noch die der Sprecher. Aus diesem Grund räume ich in der Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” jedem Lehrenden die Möglichkeit ein, persönlich zu Wort zu kommen.
    Gleichzeitig bitte ich um Verständnis, dass aufgrund des Vorgehens nach dem theoretischen Sampling nicht alle beobachteten Unterrichtseinheiten in die Studie Eingang finden können.
  3. Aufnahme in die Liste der Ermöglicher/innen. Den Schwerpunkt im Schreiben der Studie „Sprachspiel Gesangsunterricht” wird die Darstellung hilfreicher Sprachspiele im Gesangsstudio bilden. Wie schon in Punkt 2 dargestellt, wird es sich dabei um Schätze handeln, die ich im Laufe der Untersuchungen in den Unterrichtssequenzen Ihrer Beobachtungseinheiten finden werde. In meinen Augen ist es nur recht und billig, wenn Ihre Teilnahme nicht nur in der Danksagung würdigenden Niederschlag findet, sondern interessierten Lesern der Zugang zu Ihrer Dienstleistung direkt geboten wird. So wird es einen eigenen Abschnitt geben, in dem Ihre Teilnahme an der Studie dokumentiert wird, wenn erwünscht auch mit Kontaktdaten.

Bitte helfen Sie mit!

Erweitern wir gemeinsam die gesangspädagogische Diskussion

Gesangspädagogische Forschung hat sich in den letzten 150 Jahren kaum verändert. Das Zugpferd ist die medizinische Erforschung des menschlichen Stimmapparates geblieben.

Bei kritischer Betrachtung der Sachlage verwundert es, dass so viel Energie in eine naturwissenschaftlich-mechanistische Untersuchung des Phänomens Stimme gelegt wird, jedoch geisteswissenschaftlich-pädagogische Aspekte wenig bis gar nicht beforscht werden.

Wenn wir immer das tun, was wir immer schon getan haben, werden wir immer das bekommen, was wir immer schon bekommen haben. Wenn das, was wir tun, nicht wirkt, sollten wir etwas anderes tun.

Was liegt also näher, als hinzugehen und zu schauen, wie Gesangsunterricht gemacht wird, um auf dieser Basis — „Es darf nichts Hypothetisches in unsern Betrachtungen sein. Alle Erklärung muß fort, und nur Beschreibung an ihre Stelle treten.” Ludwig Wittgenstein — eine Annäherung an das Thema zu machen und den Diskurs um lebendige Begriffs- und Theoriebildung zu ergänzen?

Genau das mache ich mit der laufenden Untersuchung „Sprachspiel Gesangsunterricht”.

Wohin mich die Untersuchung führen wird, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen. Es kann sein, dass die Studie den gesangspädagogischen Diskurs um eine frische Perspektive ergänzt. Es kann auch sein, dass bei der Studie nichts Neues herauskommt — dass sich das Phänomen „Schulung der klassischen Gesangsstimme” weiterhin unserem Erkenntnis- und Vermittlungsstreben entzieht.

In zwei Jahren werden wir mehr wissen.

Zu diesem Zeitpunkt gibt es für mich nur diese eine Möglichkeit: den Weg, den ich betreten habe, weiter gehen.

Ich lade Sie ein: Gehen wir ein Stück davon gemeinsam!

 

Haben Sie noch Fragen?

Rufen Sie +43 (664) 155 4265

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Signatur Michael Gerzabek

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