Initialen Michael Gerzabek

In 2,5 Tagen zur eigenen Website

Jetzt online durchstarten!

Die von SARS-CoV-2 auslöste Krise nutzen und endlich die eigene Website erstellen. Ein Primer für smarte EPUs, Brainworker (Berater, Trainer und Coaches), Content Marketer, Autoren, Wissenschafter und Schreibwütige.

Vor ein paar Tagen habe ich mit einer Ubit-Kollegin1 geplaudert. Nach 10 Jahren hat sie sich doch dazu durchgerungen, eine eigene Website zu erstellen. Den Grund dafür hätte ich nie erraten: Ihre Kunden haben gesagt, sie könnten sie nicht weiterempfehlen. Sie hätte keine Website.

Lassen Sie das einmal wirken…

Da ist jemand mit ihrer Arbeit so zufrieden, dass er Sie gerne empfehlen würde, und dann hapert's an der Website.

…mir hat das zu denken gegeben.

Also habe ich weitere Kolleginnen und Kollegen angerufen. Die Informationen, die ich in diesen Gesprächen erhielt, haben mich erstaunt.

In guter wissenschaftlicher Praxis habe ich meine Aufzeichnungen zu ordnen begonnen. So entstand mit der Zeit ein klares Bild davon, was die Kollegenschaft in einer Website sieht – und natürlich auch, was sie nicht sieht.

Das hat mich fasziniert.

Aus mehreren Gründen.

Doch bevor wir uns der Auswertung dieser Interviews zuwenden, eine kurze Warnung.

Die Gedanken und Einsichten, von denen ich auf den folgenden Seiten spreche, sind über Jahrzehnte gereift.

Ich beschäftige mich seit 1985 mit Computern und integriere seit dem Jahr 2000 Prozesse ins Internet. Ich habe Technologien und Heerscharen von Adepten derselben kommen und gehen sehen.

In jungen Jahren war ich selbst vehementer Anhänger der „richtigen“ Technologie. Gleichsam eingeweiht und doch unverstanden.

Die Phase der Hörigkeit liegt hinter mir.

Heute sehe ich Informationstechnologie pragmatisch.

Diese Sachbezogenheit ist befreiend. Sie ermöglicht einem, subjektive Ziele vor theoretische Grabenkämpfe zu stellen.

Diesen Blick versuche ich ihnen mit den folgenden Ausführungen zu vermitteln.

Es kann sein, dass das ein klein wenig weh tut.

Ich werde an der Selbstverständlichkeit weit verbreiteter und kaum hinterfragter technologischer Setups kratzen.

Sie wissen ja, wie das ist, wenn jemand von außen kommt und Dinge hinterfrägt, die bei uns immer schon so gewesen sind… das will man nicht.

Und ich weiß, das klingt jetzt so, wie wenn ein Vater zu seinem Sohn spricht… aber von meiner Intention her stimmt es einfach: Ich will nur ihr Bestes!

Ich will aufklären.

Weil ich es tagtäglich sehe, wohin es führt, wenn man Kunden wissend der Unmündigkeit überlässt – in der Berechnung, in Zukunft noch mehr Aufträge einzuheimsen.

Weil ich sehe, wie unsere Gesellschaft von Informationstechnologie überrannt wird und es hinten und vorne am rechten Maß fehlt.

Weil ich denke, dass ein aufgeklärter Kunde langfristig betrachtet auch ein glücklicher Kunde ist.

Weil ich will, dass Sie bessere Entscheidungsgrundlagen zur Hand bekommen.

Weil ich weiß, dass ihnen diese Grundlagen dabei helfen werden, bessere unternehmerische Entscheidungen zu treffen.

Als Unternehmer ist man ständig gefordert den kurzfristigen Vorteil vom notwendigen nächsten Evolutionsschritt zu sondieren.

Geld kann viel bewirken.

Aber es ist wesentlich schneller ausgegeben, als es wieder verdient ist.

Bildung auf der anderen Seite kostet Zeit.

Da liegt der Schluss nahe, wenn ich mit Geld schneller ans Ziel komme und auf die Bildung verzichte, habe ich doppelt gespart.

Das mag funktionieren. War aber nie mein Ansatz.

Ohne Wissen sind wir den Spielbällen externer Mächte ausgeliefert. Und wir bräuchten zu viel Geld, um dieses Defizit aufzuwiegen.

Wenn Sie, wie Erin und Dirk, die ich ihnen gleich vorstellen werde, eine Beratungsboutique betreiben und die Rolle ihrer Website im Firmenauftritt überdenken wollen, sollten Sie weiterlesen…

Dem Kind einen Namen geben

Zurück zu den Daten.

Begegnet man einem Kontinuum von Eigenschaften, wird das Denken rasch undurchsichtig.

Um der Komplexität zu begegnen, habe ich die Interviews nach Persönlichkeitsmerkmalen durchforstet und diese um zwei Pole herum angeordnet.

Entstanden sind fiktive Charaktere, die über die bewusste Auswahl typischer und realer Wesenszüge stellvertretend für die überwiegende Mehrheit von Unternehmern stehen.

Darf ich vorstellen…

Dirk

Dirk – Business Coach

Dirk ist Vater zweier beinahe erwachsener Kinder. Er ist Alleinverdiener, aus Überzeugung.

Dieser Umstand würzt seinen Alltag mit dem nötigen Druck für sein Onlinebusiness.

Ins Onlinemarketing eingestiegen ist er, nachdem er 2008 von seiner Stelle als Kundenberater einer Regionalbank gekündigt wurde.

Die Geschäftsführung der Bank hatte sich verspekuliert. Ein schuldiger musste gefunden werden. Dirk kam zum Handkuss…
natürlich ohne je wirklich Entscheidungsbefugnis für die ihm übertragenen Transaktionen getragen zu haben…

Der Zeitpunkt für seine Gründung hätte für ihn, rückwirkend betrachtet, nicht besser gewählt werden können. Damals hatte das Thema Internetmarketing so richtig abgehoben.

Mit seiner Abfertigung konnte er strategisch in seine Weiterbildung investieren und war bereits nach etwas mehr als einem Jahr auf gleichem Einkommensniveau, wie zuvor bei seinem Job in der Bank.

Er sieht eine Website als reines Verkaufsinstrument. Mit allen Annehmlichkeiten, die die Anonymität online so mit sich bringt.

Wir können einiges von Dirk lernen. Er ist der lebende Beweis dafür, dass man Online Kunden gewinnen kann.

Er hat zwar keine eigene Websie, aber er macht online Geschäft, indem er sich strategisch die passenden Webtechnologien herauspickt und für seine Zwecke einspannt.

Schauen wir uns das andere Ende des Spektrums an.

Erin

Erin – Personalberaterin

Nach ihrem Studium begann Erin in der HR-Abteilung eines großen IT-Konzerns. Mit Fließ und Konsequenz arbeitete sie sich hoch bis in die strategische Geschäftsleitung.

Schwangerschaft und Geburt ihres ersten Kindes stellten ihr Leben komplett auf den Kopf.

Ursprünglich wollte sie direkt nach dem Muttschutz wieder ins Arbeitsleben einsteigen. Doch als ihr Junge erst auf der Welt war, verlängerte sie und nahm die volle Karenzzeit in Anspruch.

Als sie auch danach nicht sah, wie sie einen 60+ Stunden Job mit ihrem Privatleben vereinbaren konnte, kündigte sie und gründete ihr eigenes Eine-Frau-Beratungsunternehmen.

Heute ist sie Mutter von drei schulpflichtigen Kindern, hat sich in ihrer Region als Personalerin einen Namen gemacht und lebt ein erfülltes Leben.

Sie hat es geschafft, Beruf und Familie perfekt aufeinander abzustimmen.

Auf die Frage, warum sie sich jahrelang geweigert hat, eine eigene Homepage zu betreiben, antwortete sie, ich wollte mich nicht in die Auslage stellen.

Für sie war es immer klar, wenn sie eine eigene Homepage haben sollte, müsste diese ihren ganz eigenen Stil widerspiegeln. Jeder würde sofort erkennen, dass es sich um ihre persönliche Seite handelte.

Mit diesem vordergründigen Anspruch war es für Erin klar, dass das Projekt Firmenhomepage viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Die wollte sie nicht von ihrer kostbaren Familienzeit abzweigen.

Gerade weil der Umstand weniger Aufträge der Schlüssel zu mehr Familienzeit war, sah sie auch nie das zwingende Bedürfnis, sich als Zampano zu präsentieren.

Solange die Kinder klein sind, schaffe ich die Abwicklung mit höherer Schlagzahl gar nicht.

Small is beautiful.

Als die Kinder dann größer wurden, war es Zeit für eine Veränderung. Und die klopfte bereits an ihre Tür.

to be continued…

  1. Im tiefsten Herzen sind Herr und Frau Österreich Kämmerer. In Österreich darf man nicht einfach ein Beratungsgeschäft eröffnen. Nein! Zuerst muss man zur Kammer gehen und den Saubermännern dort zeigen, dass man es draufhat, sprich irgendwelche Voraussetzungen erfüllen, damit… ja, warum eigentlich? Damit der Markt nicht von unfähigen Beratern geflutet wird? Echt jetzt!? Jedenfalls ist das Ubit die heilige Obrigkeit aller Unternehmensberater Österreichs. Es vermittelt quasi die höheren Weihen des Beraten-Dürfens. Damit wird reguliert und der Kuchen fein sauber verteilt. Sagen die…