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Unsere Erinnerungen sind ein liederliches Familienalbum voller ungeordneter und unkatalogisierter Bilder und Träume, von denen man nie sagen kann, wann sie wieder lebendig vor uns stehen. Anonymus

Bei der Gestaltung Ihrer Marketingunterlagen sind Grafiken und Bilder ein wesentliches Gestaltungselement, das die Aufmerksamkeit ihrer optimalen Kundin weckt, Botschaften sendet und imstande ist, einen bestimmten Eindruck zu erwecken. Jeder weiß, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Warum es gerade Aufmerksamkeit heischende Bilder von Models sein sollen und welche Bilder Sie stattdessen verwenden könnten, will ich als Anregung zum Nachdenken mit diesem Rezept in den Raum stellen.

Freiberufler und Selbstständige können durch gezielte Auswahl von Bildern für Broschüren und Websites sich selbst und ihre Angebote besser platzieren. Selbst wenn es sich nur um einen kleinen Internet-Auftritt handelt: Ihre Bildsprache ist entscheidend.

Bilder als Mittel im Marketing

Ein Bild ist die erste Wahl, wenn es darum geht, Informationen in möglichst kurzer Zeit zu übertragen. Bilder sind aber auch deshalb sehr beliebt, weil sie neben der Informationsvermittlung auch Emotionen übertragen. Und das alles in Bruchteilen von Sekunden.

Treten Bild und Text gemeinsam auf, werden zuerst immer die Bilder betrachtet, und erst wenn die gefallen, wird der umfließende Text gelesen. Keine Ahnung, ob das daher rührt, dass wir das Lesen im Kindergarten über Bilderbücher und nicht über die Bücher der Erwachsenen lernen. Jedenfalls kann als gesichert angesehen werden, dass Bilder unbewusst und damit um einiges schneller verarbeitet werden als Texte. Selbst ein Kind kann die zentrale Aussage eines Bildes mit einem einzigen Blick erfassen. Bilder sind glaubwürdig, sie überzeugen schnell. Aber beachten Sie,

Bild ≠ Bild.

In Untersuchungen zur Wirkung von Bildern und dem Blickverlauf des Auges beim Betrachten eines Bildes wurden interessante Beobachtungen gemacht. So tendiert das Auge des Betrachters, Personen vor Landschaften oder Hintergründen wahrzunehmen.

Auf Abbildungen ganzer Personen werden Gesichter vor dem Körper und Auge, Mund und Nase zuerst besucht. Optisch auffällige Elemente, das sind große, bunte, zentral platzierte Elemente und Elemente mit hohem Kontrast gegenüber dem Hintergrund, werden vor unauffälligen Elementen gesichtet. Bei aller optischer Wahrnehmung bewegt sich das Auge am liebsten von links oben nach rechts unten. Der Rückwärtsgang wird vermieden.

Bilder sollten leicht zu merken sein. Dies erreichen Sie, wenn das Bild eine klare Komposition und klare Sprache enthält. Achtung, das lässt sich praktisch überprüfen! Der Inhalt eines Bildes sollte ohne lange darüber nachzudenken in einem Satz vollständig beschrieben werden können. Wenn das nicht oder nur mit sehr vielen Wörtern möglich ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die beschriebene Aufnahme zu komplex ist. Nehmen Sie sich die Zeit und taxieren Sie jedes Bild nach diesem Verfahren und Sie werden bessere Ergebnisse in Ihrem Marketing erhalten.

Die Assoziationen, Erinnerungen, Eindrücke und Gefühle, die durch ein Bild ausgelöst werden, sollten positiv sein. Dadurch kann auch der Erinnerungswert gesteigert werden. Als besonders vorteilhaft haben sich Bilder herausgestellt, die den Nutzen von Produkten visualisieren.

Persönlichkeit wirken lassen

Dienstleister, die auf Bilder fescher Models statt auf eigene, wohlkomponierte Bilder bauen, vergeben sich die vielleicht einmalige Chance, eine Beziehung zu Ihren optimalen Kunden zu initiieren.

Versuchen Sie es, bevor Sie weiter lesen, vielleicht gleich einmal selbst aus. Besuchen Sie ein paar Seiten von IT-Anbietern, die sind darin große Klasse ;), und arbeiten Sie sich zur Kontaktseite voran. Blond, adrett mit Bluetooth-Headset? Erst auf der Kontaktseite oder schon auf der Startseite?

Neuere empirische Untersuchungen melden starke Zweifel an der Allgemeingültigkeit der Aussage Sex sells an. Die Untersuchungen belegen, dass insbesondere bei den aufgeklärten Jugendlichen unserer Zeit solche Werbung kontraproduktiv sein kann. Der Slogan scheint sich im Laufe der Jahre ein wenig abgenutzt zu haben.

Call 2 Action

Legen Sie sich einen Photographen zu und lassen Sie sich während Ihrer Sternstunden, das ist die Zeit, zu denen es Ihnen persönlich am besten geht, photographieren. Verwenden Sie diese Photos für Ihre Marketingunterlagen.

Wichtigster Punkt dabei sind Sie höchstpersönlich. Ihre Augen, strahlen Sie? Ihr Gesicht, enthält es Farbe? Ihr Mund, lächeln Sie? Dinge wie Kleidung, Frisur und dergleichen sind sekundär, mit denen schaffen Sie in den aller seltensten Fällen eine Steigerung des Mehrwertes beim Kunden!