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Es gibt kein schöneres Vergnügen als einen Menschen dadurch zu überraschen, dass man ihm mehr gibt, als er erwartet hat. Charles Baudelaire

Beate stammt ursprünglich aus London. Sie hatte insofern einen schwierigen Start hinzulegen, als Sie erst vor kurzem von London nach Irland übersiedelt war. Als sie dort ankam, kannte sie nur wenige Menschen. Erschwerend kam dazu, dass Ihre Dienstleistung aus Coaching und Consulting bestand. Vor allem Coaching war zu der Zeit in Irland nicht sehr angesehen, verstanden zu der Zeit viele Iren unter dem Begriff eine Form von freundschaftlicher Seelsorgetätigkeit.

Beate wollte bekannt werden. Um dies proaktiv anzugehen, besann sie sich des Tupperware-Party-Modells. Im Abhalten der Partys würde sie gleichzeitig das Auftreten vor anderen Menschen üben und über ihr Geschäft sprechen können. Gesagt, getan. Sie kreierte einen kleinen Hausworkshop in dem sie einige Coaching-Prinzipien, wie das Lebensrad, Ziele setzen und Ähnliches einbaute. Dann hat sie die wenigen Personen, die sie in Irland zu dem Zeitpunkt kannte gebeten, eine Party im Stile einer Tupperware-Party zu organisieren, und zwar bei diesen Kontakten zu Hause.

Sie limitierte die Teilnehmerzahl auf 12 Personen und verlangte eine nominelle Teilnahmegebühr von 20 Euro. Der Gastgeber konnte selbstverständlich gratis teilnehmen. Später erzählte Beate davon, dass sie es ok fand, eine Gebühr zu verlangen, da es sonst keine Produkte zu kaufen geben würde. Jemand konnte auch eine Stunde Coaching in Anspruch nehmen, wenn die Gruppe das so wollte. Auch der Gastgeber konnte ein eigenes Thema mit einbringen.

Natürlich gab es extra Zeit für die Teilnehmer, damit sie eine eigene Party bei sich zu Hause mit ihren Freunden planen konnte. Der Vorteil für sie dabei war, dass sie denselben Kurs ein zweites mal besuchen konnten, ohne jedoch dafür bezahlen zu müssen. Außerdem wussten sie nun über den Ablauf bescheid und konnten vorbereitet, mit eigenem Material bei der Party antreten. Beate erzählt, dass sie nicht einmal mit den neuen Gästen verhandeln musste, weil das alles die Organisatoren der jeweiligen Partys unternahmen.

Später hat sie dasselbe Format auch für kleine Unternehmen hergenommen. Sie hat die Nenngebühr ein wenig angehoben, sonst aber alles gleich gelassen. Es hat funktioniert, weil viele Backoffice-Manager andere Manager zu den Partys eingeladen haben.

Warum hat es so gut funktioniert? Beate meint, weil der Stil der Tupperware-Party eine echte win-win-Situation hergestellt hat. Die Leute konnten sich aus erster Hand Informationen über Coaching beschaffen. Die Privatheit der Workshops war ein zusätzlicher Bonus. Wann kommt schon ein Business Coach nach Hause? Außerdem gab Beate bei jedem Workshop auch ein kleines Arbeitsbuch an die Teilnehmer aus. Sie verdiente ein wenig Geld und baute eine beachtliche Liste mit einschlägigen Kontakten auf. Daneben wuchs ihr Selbstvertrauen mehr und mehr und sie fühlte sich mit ihrem Job als Coach und Vortragende bald wesentlich sicherer als am Anfang.

Beate lebt inzwischen in Kanada. Auch dort funktioniert dieses Modell für sie. Sie empfiehlt diese Strategie all denjenigen, die nicht aus den Startlöchern herauskommen. Sie meint, dass das eine angenehme Art sei Auftrittsskills zu bekommen und gleichzeitig das Können im Coaching zu vertiefen. Außerdem würde mit diesem Modell schon nach sehr kurzer Zeit etwas Geld in die eigene Kasse fließen.

Was ist für Sie dabei drinnen?

Sind Sie ein Netzwerker? Was können Sie von dieser Strategie eins zu eins übernehmen? Was müssten Sie noch anpassen, damit sie für Sie funktioniert? Wann lassen Sie Ihre erste Tupperware-Coaching-Party veranstalten?