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Hin und wieder ist es sinnvoll, ein Fragezeichen hinter Dinge zu setzen, die wir schon lange für selbstverständlich nehmen. Bertrand Russel

Wir leben in einer spannenden Zeit. Mit dem heute verfügbaren Wissen und den vorhandenen Mitteln könnten wir in Österreich ein Leben in Fülle führen. Wir haben ausreichend Arbeit, zumindest soviel Arbeit, dass wir Österreicher wählerisch sein können, wenn es um die Vermittlung von Arbeit geht. Wir haben genügend Geld. Zumindest soviel Geld, dass wir jedes Jahr um Weihnachten herum der Welt mit unseren Spenden zeigen, was eine kleine Nation für das Wohl der Welt aufwenden kann. Wir haben Frieden. Zumindest soviel Frieden, dass man nachts ohne Angst auf die Straßen gehen kann. Wir haben ein intaktes Bildungssystem. Zumindest so ein Bildungssystem, das unsere Kinder für das etablierte Gesellschaftssystem geeignet ausgebildet werden. Wir haben… Ach, was haben wir nicht alles in Österreich.

Fühlen Sie den Reichtum um sich herum? Ja? Nein?

Gut, da gibt es auch das eine oder andere Problem. Menschen, die einander nicht mehr zuhören können – vorzüglich von unseren Politikern bei den Wahlen demonstriert. Da gibt es Trauben, die von der Werbung auf einen Baum gehängt werden, die sich allerdings nur wenige leisten können. Aber trösten Sie sich, der Platz an der Côte d’Azur ist schon immer beschränkt gewesen, auch der auf den Bahamas, in der Südsee und allen anderen Nobelparadiesen dieser Welt. Und jeder will ja nicht wirklich einen Rolls Royce fahren. Wollen Sie?

Aber was halten wir uns mit diesen banalen Alltäglichkeiten auf. Schauen wir doch einmal auf das jüngst auch in Österreich zu blühen beginnende Unternehmertum. Vom Staate verordnet, von der Wirtschaftskammer mit einem sensationellen Budget inszeniert – ein Staat im Aufbruch. Gehören Sie unter Umständen auch zur Generation der neuen Selbständigen? Tun Sie? Ja?

Na dann herzliche Gratulation!

Sind Sie auch durch das staatliche Gründungsprogramm durchgereicht worden? Vom Arbeitsamt auf den Chefsessel. Na, das ist vielleicht eine Erfolgsstory. Das wäre einmal eine Überschrift! Ist Ihnen aufgefallen – natürlich ist es Ihnen aufgefallen: Österreich ist ein Land, in dem man das Unternehmertum an der Universität lernen kann. Oder von Beamten, die bei der Wirtschaftskammer ein Angestelltendasein führen. Oder von den zahlreichen Subunternehmen des AMS, die auf breiter Linie das tun, was der Staat, von oben herab verordnet und für richtig hält. Also das Unternehmertum, das meine ich damit.

Womit der Staat in meinen Augen ja wirklich den Nagel auf den Kopf trifft ist:

Wir müssen selbständig werden!

Freilich ist das leichter gesagt als getan, in einem Land wie Österreich. Und ich kann Ihnen versichern, Patentrezepte dafür wird es keine geben. Einfach deshalb, weil es so viele Wege gibt, die gangbar und erfolgversprechend sind. Auch wenn das Ihr Betreuer beim Arbeitsamt, beim Wifi, bei der Wirtschaftskammer oder bei den zahlreichen Subunternehmen vielleicht nicht so sieht.

Einen solchen Weg in eine Selbständigkeit, einen Weg, der auf der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit beruht, den stelle ich Ihnen hier vor. Gangbar macht diesen Weg sein Ansatz: Den Menschen von innen heraus in einen Markt hinein führen. Anforderungen auf diesem Weg sind Mut, Wachheit, Leidenschaft, Toleranz, Mitgefühl und Humor. Was noch? Welche Ingredenzien zeichnen Ihren persönlichen Weg aus? Ergänzen Sie hier einfach.

Für wen ist dieses Buch gemacht?

Beim Schreiben dieses Buches hatte ich zu Anfang nur eine bestimmte Zielgruppe vor Augen, nämlich Experten, die in ähnlichen Arbeitsverhältnissen wie ich seinerzeit, als Unternehmer in Unternehmen tätig sind und so ihre kleinen Wehwehchen haben. Als ich dann jedoch begann, mich mit den Problemen meiner Kunden auseinander zu setzen, zeigte sich schon nach äußerst kurzer Zeit, dass meine Zielgruppe viel weiter zu fassen sein wird.

Also schrieb ich das Buch

Sind das eigentlich viele Menschen? Meine Frau sagt ja.

Vom P zur Domäne

Eine Vielzahl der Menschen, mit denen ich über das Thema Marketing gesprochen habe, versteht unter dem Begriff Marketing einfach Werbung.

Ich habe eine Anzeige in der Zeitung geschaltet. Es hat überhaupt nichts gebracht.

So, oder so ähnlich lauten viele Klagen, die mir hier in Österreich zum Thema Marketing ans Ohr kommen.

Solche Menschen reden von Werbung, meinen aber, sie betreiben Marketing. Diese unzulängliche Auffassung des Begriffs bemäkelt schon Philip Kotler in seinen in dutzendfacher Ausfertigung weltweit verbreiteten Lehrbüchern zum Thema Marketing. Ich habe mir daher erlaubt, diesen Missstand in einer ersten Annäherung in Form einer Ungleichung darzustellen. Sie lautet:

Marketing ≠ Werbung

In der Definition Kolters3 setzt Marketing bereits ein, bevor das Unternehmen überhaupt ein Produkt besitzt. Marketing dient dazu, unbefriedigte Bedürfnisse zu entdecken, zufriedenstellende Lösungen zu entwickeln und ein Produkt während seiner gesamten Lebensdauer zu begleiten, also auch bei der Gewinnung von Neukunden, der Verbesserung von Produktappeal und Produktleistung, bei etwaigen Korrekturen von Absatzergebnissen und der Anregung von Wiederholungskäufen.

Ziel des Marketingprozesses ist es, so Kotler weiter, Produkte zu kreieren, die einen dem Marktsegment4, in dem man sich setteln will, angemessenen Preis haben, mittels Werbung (Promotion) schließlich Kunden dafür zu gewinnen und diese Produkte in einem geeigneten Setting (Placement) anzubieten. Diese vier Ps des Marketing werden an vermutlich jeder Universität weltweit unterrichtet.

Meffert5 erweitert in seinem Standardwerk über Dienstleistungsmarketing die Sichtweise für Dienstleister. Er beschreibt schlüssig, warum die Vermarktung von Dienstleistungen nicht so abgehandelt werden kann, wie die Vermarktung eines Produktes. Er streicht in seinem Werk die grundlegende Problematik im Vermarkten von Dienstleistungen heraus.

Meffert erweitert den klassischen Marketing-Mix, die vier Ps von Kotler, um drei weitere, nämlich

um den Prozess
Was ist im Ablauf der Dienstleistung zu berücksichtigen, damit die Kundenzufriedenheit erreicht werden kann?
die Person und ihre Kompetenzen
Wer ist in diesen Prozessschritten mit dem Kunden in Kontakt?
und den physischen Beweis
Sind wir Dienstleister wirklich fähig und kompetent, die erforderliche Leistung zu erbringen?

Die Abstraktheit der Lehrbücher vermittelte mir seinerzeit beim Studium und in den Anfängen meiner eigenen Bemühungen, wie bei der Vermarktung unserer Survival-Schule, ein eher nach außen gerichtetes Bild von Märkten, die mit einem Marketing-Mix bedient werden wollten.

Bestätigt wurde dieses Bild auch von der Tatsache, dass das Phänomen Marketing im deutschen Sprachraum zur reinen Wissenschaft mutiert schien, abgefüllt in Studienpläne, etikettiert und verkauft, Zuständigkeitsbereich BWL. Die Proponenten nutzen die Abstraktheit geschickt, um mit Laien ein gutes Geschäft zu machen.

Weit und breit war da nichts von dem zu sehen, was doch so offensichtlich täglich vor unser aller Augen liegt: Ein bestimmter Markt ist doch nichts anderes als eine Menge von potentiellen Kunden, und

Kunden, das sind doch ganz normale Menschen, wie du und ich!

Doch damals war das mein Wissensstand und darum konnte ich auch meine Fragen zum Marketing nur so formulieren, wie es mir die bis dahin bekannten Unterlagen erlaubten.

Die klassischen Fragen im Marketing hierzulande. Wie die Antworten aussahen, können Sie sich vielleicht auch vorstellen. Mich haben sie damals ganz und gar nicht zufrieden gestellt, geschweige denn motiviert. Wesentliche Details waren ausgespart, bestimmte Aspekte wurden überhaupt nicht berücksichtigt. Irgendwie konnte ich nicht durch die Oberfläche in die Tiefe vordringen.

Und noch einen weiteren interessanten Aspekt konnte ich im Rahmen dieser Forschungen an mir selbst feststellen. Ich verlor mich in den unendlichen Weiten der Angebote der anderen. Unsere eigenen möglichen Dienstleistungen wurden immer unwirklicher, unsere junge Firma kam mir immer überflüssiger vor und ich konnte mir von Tag zu Tag weniger vorstellen, wie wir mit irgendeinem Produkt am Markt reüssieren sollten.

Glücklicherweise lernte ich inzwischen einen viel versprechenden alternativen Weg kennen und konnte die Fragen entwickeln, deren Antworten in Folge auch die Ergebnisse ermöglichten, die sich insgeheim die meisten meiner Kunden wünschten.

Diese Fragen werden aus mehreren Quellen genährt. Für einen ersten Ansatz durchforstete ich einfach einmal meine in der Zwischenzeit ansehnlich gewachsene Kundendatenbank und erhob: Mit welchen Problemen sind meine Kunden zu mir gekommen und wozu habe ich ihnen in weiterer Folge verhelfen können? Das verblüffende für mich war, dass es im Leben dieser Menschen vier Grundthemen gab. Wenn Sie jetzt an Sex, Drugs, Rock’n Roll denken liegen Sie leider falsch. Die vier Grundthemen, Sinn schaffen, Nachfassen, organisiert sein und Außerordentliches leisten, bilden seither die Basis meiner Arbeit und werden im ersten Teil dieses Buches detailliert dargestellt. Jede Domäne wird in einem eigenen Kapitel beschrieben.

Domäne I – Sinn schaffen

Unglaublich viele Menschen sind mit ihrem Leben und speziell mit ihrer Arbeit unglücklich oder unzufrieden. Immerhin macht die Arbeit 33 Prozent des Lebens aus, rechnen wir noch die Zeit fürs Schlafen heraus, dann sind es gar 50 Prozent. Die Gründe für diese Unzufriedenheit sind mannigfaltig.

Andererseits konnte ich selbst erfahren, dass eine Beschäftigung, auch weit über 40 Stunden pro Woche hinaus, als positiv und glücklich erlebt werden kann, wenn damit ein Sinn verbunden ist.

Der Abschnitt lernen Sie sich selbst neu kennen, beschäftigt uns mit Fragen zu Ihrer Persönlichkeit, wer Sie sind, welche Träume Sie haben und welche Stärken darauf warten, von Ihnen entdeckt und vervollständigt zu werden.

Nachdem wir im Abschnitt kündigen Sie Ihren Kunden, zum ersten Mal die Marketing Brille aufgesetzt haben und die fünf Kernfragen aus dem Marketing beantwortet haben, beschäftigen wir uns mit Ihrer persönlichen Lebensenergie, den life-forces. Unter Umständen sehen Sie hier, wo Sie derzeit viel Freude am Weg liegen lassen.

Für alle Leser, die aus archaischem Holz geschnitzt sind, biete ich mit dem Abschnitt erkennen Sie, welchen Beitrag Sie wirklich leisten wollen, die Möglichkeit an, ihr Tun und Lassen hier auf Erden mit einem vergeistigten Blick zu erfassen und sich in einer umfassenderen Sichtweise mit ihrer Mitwelt zu verbinden.

Domäne II – Nachfassen

Wie oft habe ich von hochqualifizierten Menschen Sätze wie die folgenden gehört:

Jetzt muss ich erst noch diese Ausbildung machen, dann kann ich diese Sache angehen

oder

Ich kann doch nicht unter die Leute gehen, wenn ich nicht ein perfekt ausgearbeitetes Konzept und eine Website habe

oder

Ich habe meinen Folder dort und dort aufgelegt. Dann habe ich mich ins Strandbad gelegt und darauf gewartet, dass mich jemand anruft.

Ein erfolgreicher Dienstleister findet seinen persönlichen Weg nach draußen.

Das erste und grundlegendste Marketing-Prinzip ist das Nachfassen, auf Neudeutsch follow up. Ein Nachfassen beginnt im Optimalfall unmittelbar nachdem sich in Ihrem Hirn eine neue Geschäfts- oder Produktidee verfangen hat. Wie Sie mit Ihrem Angebot schrittweise und wohldosiert nach draußen gehen, um es sukzessive an die realen Bedürfnisse Ihrer Zielkunden anzupassen, erfahren Sie im Abschnitt beginnen Sie augenblicklich mit dem Testen Ihrer Leistungen.

Nachdem Sie diese Recherchearbeiten für eine erste umfassende verbale Verpackung Ihrer Dienstleistung angepackt haben, wird es Ihnen in Zukunft ausgesprochen leicht fallen, die im Abschnitt positionieren Sie sich gezielt mit der richtigen grundlegenden Marketingstrategie, angebotenen Werkzeuge zur Umsetzung und Positionierung Ihrer Angebote im Markt Ihrer Wahl, Stichwort Ihre optimale Kundin, vorzunehmen.

Wenn Sie dann draußen, in der realen Welt sind und erkennen, was Sie alles noch wie verändern müssen, damit Ihr Produkt auch eine Chance hat, Kunden zu finden, werden Sie, so ganz nebenbei, erkennen, wie Sie diese Dienstleistung mit System unter die Leute bringen können. Unterstützung finden Sie dafür im Abschnitt erarbeiten Sie ein klares Bild des Wertes, den Ihr Dienstleistungspaket im Ecosystem Ihres Kunden schafft.

Domäne III – organisiert sein

Erfolgreiche Dienstleister unterscheiden sich besonders in einer Eigenschaft von ihren weniger erfolgreichen Mitstreitern. Ihre Zeit ist verplant bis auf die letzte Minute. In guten, wie in schlechten Tagen.

Ein im deutschen Sprachraum gängiges Paket für Dienstleistung ist die Mannstunde, bzw. der Manntag. Die Frage, ob es die geeignetste Verpackung für die Ergebnisse ist, die Sie bringt, wird in diesem Kapitel in den Raum gestellt. Im Abschnitt meistern Sie die Zeitfalle, erfahren Sie, was sie in der Verpackung Ihrer Dienstleistung sonst noch alles berücksichtigen können, um am Ende nicht der Sklave Ihrer eigenen Ideen zu werden.

Die Erstellung von Marketingunterlagen wird in den meisten Fällen in die Hände von Agenturen gelegt. Dienstleister ignorieren dabei die eigene Kreativität und vergeben die große Chance, mit sich und Ihrer Arbeit intim zu werden und die kleinen Schritte selbst zu machen, die auf Dauer wirkliche Einzigartigkeit erzeugen können. Der Abschnitt kreieren Sie ein individuelles Repräsentationssystem Ihrer Dienstleistungen, gibt Ihnen einige Fingerzeige und Denkhilfen zum Umgang mit Ihrer Kreativität.

Märkte sind unberechenbar, nicht nur an der Börse. Um Ihr Marketing dennoch planbar zu machen, empfiehlt sich eine Vorgehensweise, die im Abschnitt tun, reflektieren und planen Sie Ihr Marketing, genau in dieser Reihenfolge, dargestellt ist.

Domäne IV – Außerordentliches leisten

Die besten Dienstleister sind diejenigen, deren Beschäftigung ihnen ein inneres Anliegen ist und die aus der Welt einen besseren Platz machen. Sie erreichen das entweder dadurch, dass sie einen Beitrag zur allgemeinen Steigerung der Lebensqualität leisten, einen bestehenden furchtbaren Fehler korrigieren oder indem sie etwas Positivem den Fortbestand sichern. Stark vereinfacht gesagt, indem Sie einen positiven Beitrag zur Menschheit liefern.

Sicher ist das ein großer Gedanke für eine Zeit, in der es den meisten Menschen vordergründig nur darum geht, das zum Überleben notwendige Geld zu verdienen. Aber wenn wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst sind, nehmen wir nur die Kindererziehung her, wäre es nicht wünschenswert, das zu tun, was ich im Abschnitt machen Sie selbst, wovon Sie sprechen, von Mira verlange?

Der Wind in der Wirtschaft weht rau. Im 21. Jahrhundert wird mit Menschen immer noch „verfahren“. Dabei ist es einfacher, als Sie anfangs vielleicht annehmen würden, die Vorschläge aus Abschnitt punkten Sie mit Persönlichkeit, umzusetzen und damit Ihrer Arbeit eine vorher vielleicht nie da gewesene Qualität zu verleihen.

Mit Abschnitt feiern Sie Ihre Erfolge, schließt sich der Kreis des Marketing-Zyklus und bringt Sie wieder zurück zum Ausgangspunkt, allerdings auf der nächsten Ebene. Es gibt eine einfache Redensart, der ich gemeinsam mit Mira auf den Zahn fühle: underpromise and overdeliver.

Warum dieses Buch

Ich habe bis jetzt kein deutschsprachiges Buch gefunden, in dem konkrete Anleitungen6 für die Formulierung diverser Marketingunterlagen angeboten werden. Mit diesem Buch soll diese Lücke geschlossen werden.

Achtung! Dieses Buch ist kein Lehrbuch, sondern ein Denkanstoß, ergänzt um Querverweise zu Erfahrungsberichten, meist amerikanischer Herkunft, sowie sonstige hilfreiche Literatur und Unterlagen. Alle Quellen liegen offen. Ich erspare mir jedoch die mühsame Kleinarbeit, jedes einzelne referierte Wort streng wissenschaftlich zu zitieren.

Stichwort Kochbuch

Bei der Suche nach dem Titel für dieses Buch hat mich Robert Middleton auf die Spur zum Wortkonstrukt Marketing Kochbuch gebracht. In seiner Online-Publikation, dem Infoguru Marketing Manual, klassifizierte er neben anderen Büchern auch sein Werk als cookbook. Als ich dann die Idee meiner Frau präsentierte, fielen ihr dazu spontan einige Assoziationen ein, die für diesen Namen sprachen. Der Titel war ebenfalls frei. Je mehr wir uns in Folge über mögliche gleich lautende Erscheinungsformen austauschten, desto mehr wuchs in uns beiden die Gewissheit, dass die Metapher Marketing Kochbuch in die richtige Richtung weisen würde.

Marketing ist so alltäglich wie Kochen. Marketing funktioniert über Sprache. Wir alle tauschen uns tagtäglich über Sprache mit unserer Mitwelt aus. Ein Leben ohne Sprache ist eigentlich unvorstellbar. Sogar Menschen mit schweren Behinderungen finden Wege, mit ihrer Mitwelt zu kommunizieren. Wenn wir es als Kleinkinder geschafft haben, reden zu lernen, so besteht Aussicht darauf, auch marktgerecht kommunizieren zu lernen.

Beim Marketing gibt es Klassiker. Marketingunterlagen werden, ähnlich wie Suppen, basierend auf einer allgemeinen Rezeptur „gekocht“. Darauf aufbauend ergänzt der Dienstleister nach Einfallsreichtum, Gutdünken, Geschmack und Erfahrung. So verhält es sich auch beim Kochen.

Jedes weitere Kochbuch trägt zur Bereicherung des Repertoires des Vermarkters bei. Meine Frau bereichert ihr Repertoire an Gerichten indem sie sich immer wieder ein neues Kochbuch kauft.

Je größer das eigene Repertoire, desto weiter die Handlungsfähigkeit. Je mehr Speisen Sie kochen können, desto abwechslungsreicher kann Ihr Mittagstisch aussehen.

Bereicherung der Sinne. Neue Gerichte bedingen oft neue Gewürze und Zutaten. Der geschmackliche Horizont wächst.

Vergleich unterschiedlicher Haltungen. Es lohnt sich manchmal auch den direkten Vergleich anzustellen. Meine Frau macht das besonders gerne bei Kuchenrezepten.

Kochen hat restaurierende und heilende Funktionen. Mit dem Essen wird dem Körper Energie zugeführt, Marketing führt Ihrem Unternehmen Energie in Form von optimalen Kunden zu.

Die Rezepte

Der zweite Teil des Buches ist der Rezeptteil. Hier habe ich vorerst nach eigenem Gutdünken gängige Marketingunterlagen ausgewählt und mit Rezepten versehen. Mit dieser Auswahl erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Rezepte können Sie gleich anwenden. Jedes einzelne Rezept ist als in sich geschlossener Artikel verfasst. Der Rückbezug zu den einzelnen Einsichtsteilen ist, wo es mir notwendig erschien, angegeben, ist jedoch nicht Voraussetzung, um mit dem Rezept arbeiten zu können. Sie können und sollen also sofort mit der Umsetzung beginnen.

Und, wie meine Oma immer gesagt hat, Rezepte sind dazu da, verändert zu werden. Experimentieren Sie mit den hier angeführten Rezepten herum. Ändern Sie ab, was Ihnen nicht gefällt und seien Sie mutig, wenn es darum geht Neues auszuprobieren. Der Markt, und nur der, sagt Ihnen ohnehin unmittelbar, was funktioniert und was nicht.

Nehmen Sie sich beim Kochen Zeit. Genauso wie die einzelnen Zutaten Zeit zum Reifen brauchen, dauert es auch einige Zeit, bis Sie eine wirklich schmackhafte Suppe zubereiten können. Ihre Geduld wird in jedem Fall belohnt werden. Wenn nicht sofort durch einen höheren Zustrom von Kunden, dann zumindest durch Ihre kreative Auseinandersetzung mit sich und Ihrem Dienstleistungsangebot. Versuchen Sie es doch einmal mit folgender irrationaler Gleichung.

Marketingkreative Selbstbeschäftigung
kreative Selbstbeschäftigungpositive Energie
positive Energienachhaltiger Strom optimaler Kunden
Strom optimaler KundenFreiheit und Unabhängigkeit

Storytelling

Wenn Sie heute in eine klassische Verkaufsschulung hineingehen, dann wird Ihnen der Vortragende mit Sicherheit erzählen, wie wichtig es ist, bei Gesprächen mit Kunden die Ohren offen zu halten und aktiv zuzuhören. Schenkt man einem Branchenkollegen glauben, dann sind zu 90 Prozent die fehlenden Softskills, eine davon ist das Zuhören, schuld daran, dass Verkaufen und das Verkäufer-Sein in der Öffentlichkeit einen schlechten Ruf haben.

Allerdings helfen uns auch andere Mainstreams unserer Zeit nicht gerade dabei, mehr auf unser Gegenüber einzugehen. Wird doch an allen Ecken und Enden Pointierung, Top-Executive-Summary-Stil und das Wesentliche in einem Satz von Mitarbeitern und Partnern eingefordert. Verlernen wir dadurch nicht das Zuhören? Oder woher kommt es, dass viele Menschen schon bevor jemand einen einzigen Satz ausgesprochen hat, damit beginnen, Einwände zu behandeln?

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Leben eines Unternehmers besteht darin, aufmerksam zuhören zu können. Diese Gabe kann erlernt werden. Man muss dazu kein Musikinstrument lernen, obwohl das zugegebenermaßen eine sehr große Hilfe auf dem Weg zu einem wahrgenommenen Du sein kann.

Teil I – Der Weg entsteht im Gehen versucht einen konversationalen Raum aufzuspannen, um Ihnen dieses Zuhören zu ermöglichen. Viele Fragen und der Freiraum, diese Fragen beantworten zu lassen, kennzeichnen diesen Teil, der Sie sicher nicht auf dem kürzesten Weg, aber sehr wahrscheinlich auf sinnenreiche Weise an das Thema Marketing heranführen wird.

Der Weg entsteht im Gehen

Ich sehe mich selbst nicht als Marketingexperten an. Was ich auf diesen Seiten festgehalten habe, ist das Ergebnis aus beinahe 20 Jahren eigener Bemühungen, teilweise für mich selbst, teilweise für andere, einen Platz in der Welt, die aus Business und Muse besteht, zu finden. Ich unterscheide mich nicht von Ihnen. Irgendwann einmal habe ich begonnen, mich mit dem Thema Marketing zu beschäftigen. Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung, worum es bei diesem Thema geht. Bis zum heutigen Tag habe ich eine ganze Menge Bücher zum Thema verschlungen und einen, wie ich meine viel versprechenden Weg gefunden, mit einem leichten Fokus auf Marketing und Coaching ein balanciertes Leben zu führen.

Dieser Weg ist nach wie vor am Entstehen.

Es gibt eine ganze Menge guter Literatur zum Thema. In einer ausführlichen Bibliographie habe ich Ihnen das zusammen getragen, was mir persönlich weiter geholfen hat.

In Ergänzung zum Buch biete ich Ihnen über die Website zum Buch kostenlos zusätzliche Coaching- und Kommunikationskomponenten an.

Das umfangreiche Arbeitsbuch
In konkreten Fragestellungen und ergänzenden Anleitungen werden Sie sofort mit der Umsetzung Ihrer eigenen Ideen beginnen können. Das Arbeitsbuch steht Ihnen als Eigentümer des Marketing Kochbuchs als e-Book, Umfang ca. 90 Seiten, zum Herunterladen zur Verfügung.
Die Online-Rezeptsammlung
Mit der Online-Rezeptsammlung erhalten Sie die Option, über Weiterentwicklungen, Ergänzungen und Innovationen auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Das Marketing Kochbuch Support-Forum
Das interaktive Marketing Kochbuch Support-Forum ermöglicht es Ihnen, Ihre eigenen Ideen zu diskutieren und bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer persönlichen Marketingpläne Unterstützung zu bekommen.
Der multimediale Marketing Online-Coach
Der multimediale Online-Coach bietet Ihnen die Gelegenheit, über ein intimes Selbstcoaching einen positiven, kreativen und lösungsorientierem Denkansatz für bestehende Probleme im eigenen Marketing zu erlangen.

Nutzen Sie diese Services für sich!

Teilen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen mit dem Marketing Kochbuch mit anderen Teilnehmern. Ich selbst war drei Jahre lang, eher zurückhaltend, in der Open Source7 Szene unterwegs. Aber ich war soweit involviert, zu sehen, dass der Weg, sich mit Herz und Verstand für andere zu engagieren, den Menschen, die sich einbrachten, einen gewaltigen Schub in der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit und auch ihrer Karriere gebracht haben.

Ach ja! Sie sehen manche Wörter im Text als Kapitälchen ausgeführt. Diese Worte verweisen Sie zu weiterführenden oder erklärenden Anmerkungen im Anhang des Buches. Sie finden auch leicht wieder zurück. Im Anmerkungsteil ist die jeweilige Seitennummer des Rücksprungpunktes markiert.

Lassen Sie es mich wissen, wenn ich irgendetwas an diesem Buch verbessern kann. Gibt es etwas, das Sie nicht verstehen? Kann ich etwas klarer beschreiben? Sollte es etwas geben, das ich ausgelassen habe, das aber Ihrer Meinung nach auch in ein Kochbuch hineingehören würde? Ja? Dann nehmen Sie die Gelegenheit wahr und nehmen Sie Kontakt mit mir auf. Sie können mir ein Mail an die Adresse office AT michaelgerzabek DOT com schreiben oder das Kontaktformular nutzen. Die Schreibweise meiner Mailadresse habe ich den Spam-Bots angepasst. Bitte ersetzen Sie entsprechend AT und DOT durch die Zeichen und korrigieren Sie meinen Famliennamen ;-)

Ich freue mich auf jedes Feedback, das ich erhalte und bin bemüht, dieses Buch über die Laufe der Jahre immer besser und für einzelne Dienstleister immer nützlicher zu machen.

Diese Einleitung schließe ich mit einer Wortreichung meines Coaches Sali Taylor aus New York City, die sie mir vor etwas mehr als einem Jahr mit auf den Weg gegeben hat. Sie sagte,

Michael, solange du deine kleine Welt nicht verlässt, hat die große Welt da draußen keine Chance, zu dir zu kommen.
  1. Der Ausdruck readme bezeichnet diejenige Datei eines Softwarepakets, die vom Benutzer vor der Installation gelesen werden sollte. In Vorkommnissen bei Open Source Software beinhaltet diese Datei typischerweise Informationen darüber, worum es sich bei dieser Software handelt, allgemeine Anforderungen zum erfolgreichen Einsatz der Software, Installationsanweisungen, Hinweise zu den Lizenzbedingungen, Informationen letzter Minute und Credits.

  2. Open Office ist ein komplettes Office Pakt, das Sie vollkommen frei unter OpenOffice.org herunterladen können. Die Software ist für Privatanwender genauso wie für kommerzielle Unternehmen frei. Das Programmpaket liest alle Microsoft-Formate, schreibt PDF und Microsoft-Formate.

  3. Philip Kotler ist ein amerikanischer Marketingforscher. Er ist Professor für Internationales Marketing an der Kellogg School of Management, Northwestern University. Seine Bücher zählen weltweit zu den Standardwerken der Studienliteratur.

  4. Mit Marktsegment wird ein Ausschnitt eines wirtschaftlichen Marktes bezeichnet. Ein Marktsegment lässt sich durch eine bestimmte Konstellation von Angebot und Nachfrage kennzeichnen. Das Marketing eines Dienstleisters kann auf die Bearbeitung des Gesamtmarktes oder einzelner Marktsegmente ausgerichtet sein.

  5. Heribert Meffert ist ein deutscher Marketingspezialist. Er lehrt und forscht an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seine Bücher zählen im deutschen Sprachraum zur Standardliteratur für BWL-Studien.

  6. Sollten Sie ein Buch kennen, das positiv formuliert, klar und strukturiert die Informationen liefert, die ich in diesem Buch liefere, dann möchte ich Sie bitten, mich davon in Kenntnis zu setzen.

  7. Viele wichtige Innovationen der Computerbranche werden nicht in den großen Softwarehäusern entwickelt. Sie stammen von unabhängigen Programmierern, die ihren Quellcode anderen Entwicklern offen zugänglich machen und mit ihnen weltweit über das Internet zusammenarbeiten. Diese Bewegung wird Open Source genannt. Ursprünglich als ein Produkt aus der Hacker-Szene belächelt, hat sich Open Source Software 1998 zum wichtigsten Herausforderer des Microsoft-Monopols für PC-Betriebssysteme entwickelt.