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Nachdem wir die Schankerlaubnis-, Getränke-, Vergnü-gungs-, Mehrwert-, Einkommens-, Vermögens-, Grundvermögens-, Gewerbekapitals-, Gewerbeertrags-, Lohn-, Lohnsummen-, Kirchen-, Hunde- und Kapitalertragssteuer bezahlt, Beiträge zur Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Familienausgleichskasse, Invaliden-, Angestellten-, Arbeitslosen-, Lebens-, Feuer-, Einbruchs-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung, die Gebühren für Gas, Wasser, Elektrizität, Heizung, Müllabfuhr, Schornsteinfeger, Telefon, Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Gema usw. entrichtet haben, bleibt uns diesen Monat nur das Geld für diese Reklame übrig. Wir bitten Sie, unser Unternehmen durch regen Besuch zu unterstützen. Für Ihren Besuch danken Ihnen das zuständige Finanzamt sowie die Wirtsleut'. Entdeckt auf einer Serviette des Restaurants »Gletscherspalte« in Trauchgau im Allgäu

Bis vor kurzer Zeit waren Dienstleister darauf angewiesen, Ihre Angebote über gedruckte Marketingunterlagen an Ihre optimalen Kunden zu übermitteln. Wenige konnten es sich leisten, Einschaltungen in Radiosendungen oder gar im Fernsehen zu schalten. Die Preise dafür waren und sind utopisch für einen allein.

Neue Technologien ermöglichen es heute einzelnen Dienstleistern, verschiedene digitale Formate, beginnend bei einem einfachen Audioclip bis hin zu hochwertigen Videoclips, im Alleingang zu produzieren und im Internet zu veröffentlichen. Dank ausgereifter Hard- und Softwaresysteme ist der Lernaufwand minimal. Die Sichtbarkeit über das Internet jedoch unvorstellbar groß.

Vom Wort zum Ton

Aber langsam. Was hat das mit Marketing zu tun?

Eine ganze Menge. Noch vor etwas mehr als hundert Jahren konnten Informationen nur über das geschriebene und das gesprochene Wort verbreitet werden. Dazu zählten Medien wie das Buch, ein Artikel in einer Zeitschrift oder Zeitung, ein Brief, ein Plakat. Das gesprochene Wort gab es selbstverständlich in den bekannten und bewährten Formen des Zweiergesprächs, in kleinen Gruppen – der Wirtshaustisch ;) – und in der großen Form der Ansprachen, und diese zählten sicherlich zu den Formen, die am besten funktionierten. Der Wirkungskreis war zumeist lokal beschränkt.

Dann wurden Verfahren entwickelt, die die Aufzeichnung von Tonmaterial ermöglichten. Nikola Tesla1 erfand das Radio und Musik, Sprache, Geräusche könnten über den Äther übertragen werden. Die Welt erfuhr eine Transformation. Mit der neuen Technologie konnte nun auch eine größere Reichweite erschlossen werden. Schon in den 20er Jahren wurden die Amtseinführungen des damaligen Amerikanischen Präsidenten im Radio übertragen.

Was für eine Sensation muss das für die Menschen damals gewesen sein? Wie ruhig ging es auf unseren Planeten damals zu? Wenige Automobile, kein Fernsehen, keine Lüftergeräusche von PCs… jedenfalls blieb einem damals nicht viel anderes übrig, als sein Geschäft über Mund-zu-Mund-Propaganda zu verbreiten. Und auf einmal konnte man dem Präsidenten persönlich aus dem Lautsprecher im Kaffeehaus lauschen. Das beeindruckte die Menschen damals und es beeindruckt die Menschen heute.

Wenn Sie als Dienstleister eine Botschaft in die Welt schicken wollen, können Sie das mit einem einfachen PC und der darauf befindlichen Software machen. Mit etwas mehr Aufwand, immer noch im vertretbaren Rahmen, können Sie sich eigene Audio-CDs erstellen und können so zum Beispiel eine Basis-Schulung, etwas, das Sie eigentlich bei Ihren Kunden voraussetzen, als Bonus verschenken.

Jeder, der sich Hörbücher von einschlägigen Anbietern angehört hat, weiß, welche Folgen das hat. Der Sprecher kommt wesentlich näher an Sie heran als ein einfacher Text.

Daneben gibt es aber noch einige Vorteile. Zum Beispiel erreichen Sie mit modernen mp3-Playern Ihre optimale Kundin auch an ungewöhnlichen Orten. Ich höre mir beispielsweise sehr gerne beim Autofahren Inhalte an. Da bin ich ungestört und kann mich in das Gehörte vertiefen. Die Zuwachsraten des Hörbuchs in den letzten Jahren sprechen für sich.

Vom Ton zum Bild

Obwohl die grundlegenden Entdeckungen des Fernsehens bereits in die Mitte des 19. Jahrhunderts datieren2, dauerte es noch einmal beinahe einhundert Jahre, bis sich das Fernsehen für den Privatmann etablieren konnte. Auf die Wirkung des Fernsehens muss ich hier, denke ich, nicht weiter eingehen. Bewegte Bilder und Ton entrücken den Menschen in eine andere Welt.

Welche Bedeutung hat das für Sie als Dienstleister?

Ton + Bild = Podcast

Mit den neuen Technologien des Podcastings3 eine ganze Menge.

Ein Podcast ist eine Mediendatei, Audio oder Video, die mittels eines RSS-Feeds auf einem Server im Internet bereitgestellt wird und von jedem Benutzer einer Website heruntergeladen und mit einem Media-Player betrachtet werden kann. Der Begriff leitet sich aus den beiden Wörtern für iPod, das ist eine spezielle Hardware zur Konsumation von Audio- und Videodateien der Firma Apple, und broadcast, dem englischen Wort für ausstrahlen, ab.

Sie können sich einen Podcast wie eine weitere Marketingunterlage vorstellen, er funktioniert als Kommunikationstool für Ihre Unternehmungen. Der Unterschied ist, Podcasts können auch außerhalb des Büros konsumiert werden, bei der Fahrt zur Arbeit, beim Joggen am Laufrad im Fitnesscenter oder bei einem Waldspaziergang. Und da liegt auch der große Vorteil dieses Mediums gegenüber Broschüren, Mails und Websites.

Viele Mails erreichen heute nicht mehr ihre Empfänger, weil restriktiv eingestellte Spamfilter die Zustellung verhindern. Menschen müssen sich extra anstrengen, wenn Sie Ihre Unterlagen studieren sollen. Bei einer ohnehin bestehenden visuellen Überforderung ist das ein großes Manko. Wenn Sie einen Podcast haben, können sich diese Menschen Ihre Präsentation, wie oben ausgeführt, nebenbei zu Gemüte führen.

Unternehmen können diese Technologie als ein internes und externes Kommunikationsinstrument nutzen, um lokale, virtuelle und globale Kundengruppen und Mitarbeiterteams zu informieren.

Natürlich liegt der Schlüssel, genauso wie beim Rezept Newsletter, in einem relevanten und für Ihre Hörer respektive Zuschauer wertvollen Inhalt. Podcasting ist eben auch nur ein Kommunikationstool und Ihr Podcast ist nur so gut wie der Inhalt, den Sie damit an Ihre Hörerschaft ausliefern.

Das Rezept

Die folgenden Punkte sollten Sie sich überlegen, wenn Sie daran denken, einen Podcast zu erstellen.

Wenn Sie Ihren Podcast fertig produziert haben, müssen Sie Ihn nur noch auf Ihre Website laden und in einschlägigen Verzeichnissen publizieren. Und schon sind Sie weltweit präsent.

Zusammenfassung

Podcasting ist eine sehr neue, aber dennoch ausgereifte Technologie. Sie versetzt Sie als Dienstleister in die Lage, Ihrer optimalen Kundin einen akustischen und optischen Geschmack von sich zu geben. Durch die Verbreitungsmöglichkeiten über das Internet ist dieses Medium in meinen Augen das Nummer-eins-Marketinginstrument für seriöse Dienstleister.

Call 2 Action

Am 12. Mai 2006 habe ich damit begonnen, meinen ersten Podcast auszuliefern. Ich habe einfach meinen Newsletter geschrieben und ihn dann mit einem besseren Mikrophon aufgenommen. Das können Sie auch.

Ich kann es Ihnen nur empfehlen, es macht einfach Spaß!

  1. Nikola Tesla (* 10. Juli 1856 in Smiljan, Österreich-Ungarn, heute Kroatien; ✝ 7. Januar 1943 in New York) war ein Erfinder und Elektro-Ingenieur serbischer Herkunft. Seine bedeutendste erfinderische Leistung in der Elektrotechnik ist sein Beitrag zur Nutzbarmachung des Wechselstroms. Wikipedia

  2. Alexander Bain, Paul Nipkow, Ferdinand Braun, die Väter des Fernsehens.

  3. Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können.
    Man kann Podcasts als Radio- oder Fernsehsendungen auffassen, die nicht mehr zu einer bestimmten Zeit konsumiert werden müssen.
    Podcasting ließe sich somit als Teilbereich von Video/Audio on Demand betrachten, jedoch werden letztere Begriffe eher mit kostenpflichtigen und durchsuchbaren Diensten in Verbindung gebracht, während Podcasts in aller Regel kostenlos angeboten werden und dem Konsumenten in einer von ihm ausgewählten Menge von „Sendern“ (im Jargon „Feeds“ genannt) nach und nach neue Folgen angeboten werden. Wikipedia

  4. Meta-Tags sind (versteckte) HTML-Elemente auf einer Website, welche Metadaten über das betreffende Dokument enthalten. Wikipedia